Vier Wochen mit dem Wurster

Wir wohnen zu zweit in einer Mietwohnung mit einem Mini-Balkon, auf dem man nicht grillen kann. Trotzdem schätzen wir eine gut gegrillte Bratwurst sehr. Im Rahmen der Testaktion habe ich den Wurster nun über vier Wochen getestet. Ich habe verschiedene Wurstsorten und Garzeiten ausprobiert und den Wurster zu zweit und in größeren Gruppen benutzt. Zeit für ein Fazit.

Das Design des Wursters spricht mich sehr an. Die Form, das klare Bedienkonzept und der Retro-Schriftzug sorgen dafür, dass der Wurster bei Nichtgebrauch nicht immer im Schrank verschwindet, sondern auch länger auf der Küchenarbeitsplatte bleiben darf. Ein echter Hingucker, der vor allem die jüngere Generation anspricht.

Die Bedienung des Wursters ist kinderleicht. Man gibt die Wurst oben in das Gerät, entscheidet sich für das Programm für dünne bzw. dicke Würste (beim Programm für dünne Würste wird mit etwas weniger Temperatur gegart), drückt wie beim Toaster den Schieber nach unten und los geht es. Wenn die Wurst fertig ist, wird sie – ebenfalls analog zum Toaster – „ausgeworfen“. Wem die voreingestellte Zeit nicht reicht, der kann eine beliebige Zeit (bis zu 10 Minuten) einstellen. Und wenn man möchte, kann der Wurster die Wurst auch noch bis zum Verzehr warmhalten.

Eine Kleinigkeit stört mich hier: Kurze Würste muss man etwas aus dem Wurster herausfummeln, weil sie nicht hoch genug ausgeworfen werden. Das habe ich mit der mitgelieferten kleinen Holzzange aber gut hinbekommen.

Der Wurster ist sehr gut für vorgebrühte Würste (z.B. Bratwürste, Brühwürste, auch Würste mit Käse, Merguez etc.) geeignet. Nicht vorgebrühte Würste sind weniger geeignet. Hier muss man die Garzeiten deutlich erhöhen und es kommt unter Umständen zu Rauchentwicklung.

Fast alle Würstchen aus dem Wurster haben uns gut geschmeckt. Die Würste sind nach wenigen Minuten knusprig, ohne Fett gegart, nicht verbrannt und haben trotzdem Röstaromen.

Der Wurster eignet sich am besten für den kleinen Haushalt mit zwei Personen. Wenn man nicht immer den Grill anwerfen will oder kann und keine fettig gebratene Wurst aus der Pfanne möchte, ist der Wurster toll. Bei mehreren Personen ist der Wurster eher ein Party-Gag, denn er eignet sich nicht, um mehrere Personen gleichzeitig schnell satt zu bekommen.

Der Wurster ist eine saubere Angelegenheit. Es kommt zu keinen Fettspritzern, und die Umgebung des Wursters bleibt sauber. Die regelmäßige Reinigung des Wursters ist ganz gut zu bewerkstelligen. Die meisten Teile dürfen in die Spülmaschine (Die scharfkantigen Ränder der Edelstahl-Röhren sollten vielleicht verdickt werden. Hier kann man sich unter Umständen schneiden). Die seltener auszuführende gründliche Reinigung des Innenraums dagegen kostet Nerven.

Der Preis für den Wurster ist meiner Ansicht nach zu hoch. Für knapp unter 200 € würde sich das Gerät sicher besser verkaufen. Man muss aber auch bedenken, dass der Wurster von einem deutschen Betrieb in Handarbeit hergestellt und die Produktion nicht in Billiglohnländer ausgelagert wird.

Ich bin begeistert. Ohne Fett und Gestank können wir nun sensationell leckere Würste zubereiten. 

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